Hotel-Ikone Fairmont Empress: Kanadas „Castle on the Coast” auf Vancouver Island
Seit mehr als einem Jahrhundert thront das Fairmont Empress am Ufer des Inner Harbours von Victoria. Der royale Rückzugsort verbindet kanadische Grandezza mit moderner Eleganz und nimmt Gäste mit auf eine Reise durch Zeit und Stil. Ein Stammgast des Fünfsterne-Hotels genießt lebenslanges Bleiberecht – ohne einen Cent zahlen zu müssen.
Fairmont Empress: Alles Roger auf Vancouver Island
Der treueste Stammgast des Fairmont Empress heißt Roger. Seit 2008 lebt er im Luxushotel in Victoria. Mutmaßlich kam er als blinder Passagier mit einem Lastwagen aus der Nachbarprovinz Alberta nach British Columbia. Dort hat er es sich in der Parkanlage des Fairmont zwischen Blumen und Büschen gemütlich gemacht und verzaubert Gäste und Angestellte des Hauses gleichermaßen mit seinem Charme.
Roger ist ein Murmeltier, benannt nach einem früheren Manager des Fairmont Empress. Regelmäßig durchstreift der niedliche Nager sein Revier und posiert geduldig für Fotos. Das Fairmont-Gelände könnte er übrigens jederzeit verlassen. Der Gartenzaun, der sein Domizil umgibt, verschafft dem vierbeinigen Promi lediglich etwas Privatsphäre. Vom Spätsommer bis zum Frühlingsbeginn zieht sich Roger allerdings ganz aus der Öffentlichkeit zurück. Dann hält er seinen wohlverdienten Winterschlaf.
Grand Dame in neuem Gewand
Pünktlich im Frühjahr erscheint er dann wieder auf der Bildfläche. Sein komfortables Leben aufzugeben, kommt für Roger gar nicht in Frage. Und auch manch menschlicher Gast würde seinen Aufenthalt im altehrwürdigen Gemäuer wohl gerne in die Länge ziehen.
Seine märchenhafte Fassade und seine Lage am Südzipfel von Vancouver Island brachte dem Fairmont Empress den Beinamen „Castle on the Coast“ ein. Spätestens seit einer 2017 abgeschlossenen und mehr als 60 Millionen Dollar schweren Renovierung gilt das 1908 eröffnete Haus als eines der besten Stadthotels in ganz Kanada.
Das Fairmont Empress verfügt über weit mehr als 400 Gästezimmer und Suiten. Die klassischen Zimmerkategorien reichen von komfortablen City-View-Unterkünften bis hin zu Deluxe-Varianten mit Blick über den prachtvollen Innenhof oder den glitzernden Inner Harbour. Noch etwas großzügiger sind die Suiten geschnitten, oftmals mit separatem Wohnbereich und eleganten Badezimmern. Die Panorama-Suiten versprechen die spektakulärste Aussicht über den Hafen.
Goldene Zeiten für Fairmont-Gäste
Für ein „Hotel im Hotel“-Erlebnis steht Fairmont Gold. Dieser abgeschirmte Bereich bietet exklusive Zimmer sowie einen privaten Check-in abseits der Haupt-Lobby und ein eigenes Concierge-Team. Zudem besteht Zugang zu einer Gold-Lounge, in der den ganzen Tag über kulinarische Aufmerksamkeiten serviert werden.
Das Hauptrestaurant des Hotels ist aber das preisgekrönte Q at the Empress. Hier interpretieren die Chefs eine Pacific Northwest Cuisine auf moderne Art und Weise, bei der sie frische Produkte aus der Region in den Mittelpunkt rücken.
Victorias feinstes Wohnzimmer
Gleich neben dem Restaurant befindet sich die Bar Q, die für ihre Auswahl an lokalen Craft-Bieren bekannt ist. Die Bar ist nicht nur Anlaufpunkt für die Hotelgäste – sie ist der Treffpunkt in Victoria schlechthin. Im Salon der Stadt gibt sich nicht selten die Politik-Elite die Ehre, kurz nachdem sie im Parlamentsgebäude schräg gegenüber des Hotels getagt hat.
Wer sich nicht nach einem kühlen Bier sehnt, sondern eher nach einem aromatischen Heißgetränk, begibt sich in die opulente Lobby des Hauses. Der Nachmittagstee dort gehört zur festen Tradition. Beim Tea at the Empress werden handgepflückte Teesorten in entspannter Atmosphäre mit Live-Klaviermusik serviert.
Noch mehr Entspannung findet man wohl nur im Willow Stream Spa. Im Poolbereich, in der finnischen Sauna oder in den Dampfbädern lässt es sich nach Ausflügen in die Stadt oder die umliegende Natur wundervoll erholen.
Rainforest to Rockies: Von der Küste in die Berge
Schon kurze Abstecher in die Umgebung des Fairmont Empress offenbaren einige der schönsten Seiten von British Columbia. Die gesamte Faszination der Provinz erleben Reisende aber erst auf ausgedehnten Trips, die vom Meer durch Regenwälder und Graslandschaften bis hin zu den schroffen Gipfeln der Berge führen, vorbei an rauschenden Flüssen und idyllischen Seen. Unterwegs erhalten Interessierte zudem Einblicke in die Kultur der First Nations.
Von Vancouver aus verbinden die „Rainforest to Rockies“-Routen einige der spannendsten Orte in British Columbia. Sie führen etwa nach Norden zum majestätischen Mount Robson oder über den Trans-Canada-Highway entlang der malerischen Pacific Coast. Vielleicht der einzige, den die Aussicht auf Reisen zu British Columbias natürlichen und kulturellen Highlights kalt lässt, ist Murmeltier Roger. Aber der ist im berühmten „Castle on the Coast“ auch schon am Ziel seiner Träume angekommen.
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